Wie Sie eine gelungene Stadtführung durchführen · 17 Tipps für Stadtführer

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Tipp 1: Bekanntwerden – Wer ist das Gegenüber?

Wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Stadtführung ist ein Gespür dafür, wer derjenige ist, dem etwas vermittelt werden soll und welche Vorkenntnisse, Vorstellungen und Erwartungen er hat. Erstes Ziel in einer gelungenen Stadtführung sollte es daher sein, Fragen an die Teilnehmer zu richten, zum Beispiel diese: „Woher kommen Sie?“, „Wie lange sind Sie bereits hier?“, „Was wissen Sie bereits von dem Tour-Thema?“, „Möchten Sie etwas ganz Bestimmtes sehen?“

Vertieft werden kann der allgemeine erste Eindruck dann in Gesprächen während der Ortswechsel. Vielleicht interessiert Sie ja, was die Teilnehmer z.B. beruflich machen?

Ferner gehört zum Bekanntwerden auch dazu, dass Sie sich selbst zu Beginn der Stadtführung namentlich vorstellen, vielleicht nennen Sie die Fächer, die Sie studieren / studiert haben… Begrüßen Sie die Teilnehmer zu Beginn Ihrer Führung im Namen des Anbieters, für den Sie Ihre Tour durchführen. Auch dieser möchte schließlich bekannt werden.

Tipp 2: Struktur – Was haben Sie vor? Das Wichtigste zuerst!

Haben Sie einen Plan der Stadt oder des Museums, in der/dem Sie führen? Dann könnten Sie Ihren Gästen – wenn die Gruppe nicht zu groß ist – zu Beginn der Stadtführung anhand des Plans erklären, welche Orte Sie mit ihnen anschauen möchten. Ebenso gut eignen sich topographische Modelle, Karten oder Bilder, die Sie im Stadtraum oder in öffentlichen Gebäuden finden. Natürlich lässt sich ein Überblick über das Kommende auch verbal vermitteln. Strukturieren Sie Ihre Stadtführung und erläutern Sie zu Beginn, was Sie Ihren Gästen zeigen möchten.

Nennen Sie dann an jeder Station das Wichtigste zuerst. Anschließend kommen Sie vom Wesentlichen auf weitere Details zu sprechen.

Tipp 3: Dialog – Die Gäste einbeziehen!

„Wann war eigentlich der Dreißigjährige Krieg?“, „Wer bekämpfte sich zu dieser Zeit?“, „Wofür ist Martin Luther bekannt geworden?“ Vermeiden Sie monologisches Dozieren und lassen Sie Ihre Gäste zu Wort kommen. Vielleicht können Sie sogar etwas von ihnen lernen. Natürlich hängt der Grad der Einbeziehung Ihrer Gäste auch von der Art der Stadtführung ab. Bei einer Nachtwächterführung ist ein Dialog eine Herausforderung, bei einer klassischen Museums- oder Stadtführung sollte er dagegen stets Ihr Begleiter sein.

Tipp 4: Vorbereitung – Arbeiten Sie sich gewissenhaft in Ihr Themenfeld ein!

Eine Stadtführung kann nur so gut sein wie das Hintergrundwissen, die Vorbereitung und das Zeitmanagement des Stadtführers. Um qualitativ hochwertige Stadtführungen anzubieten, ist es hilfreich, Rückmeldungen von Führungsgästen einzuholen. Probeführungen mit Kollegen, Bekannten oder Freunden helfen Ihnen, ein Gefühl für Ihr Auftreten, Ihr Zeitmanagement und Ihre Standortwahl zu bekommen, bevor Sie erste offizielle Stadtführungen unternehmen oder Sie sich und Ihre Stadtführung vorstellen.

Verstehen Sie die kontinuierliche Erweiterung des Wissens zu den Führungsthemen auch als Selbstzweck. Selbst wenn nur ein Bruchteil des vorhandenen Wissens in einer Stadtführung weitergegeben werden kann, ist ein breites Hintergrundwissen notwendig, um Fragen zu beantworten und vor allem, um Dinge in größere Zusammenhänge einordnen zu können.

Tipp 5: Anpassung an die Gruppe – Stellen Sie sich auf Ihre Gäste ein!

Passen Sie Ihre Themen und Formulierungen an die Bedürfnisse, die Bildung und das Vorwissen Ihrer Gäste an. Kindergartenkinder benötigen eine ganz andere Stadtführung als eine Gruppe von Architekten. Bei Kindern verzichten Sie gänzlich auf Abstraktion, konkrete Zeitangaben und Fremdworte: „Das ist der Dom, eine große Kirche, wo ein Bischof zu den Menschen spricht. In der Kirche werden vom Bischof zu Ehren Gottes Gottesdienste abgehalten. Was macht eigentlich eine Kirche aus? Was seht Ihr hier? Diese Kirche ist ganz, ganz alt. Als man die Kirche gebaut hat, gab es noch gar keine Bagger, keine Kräne und keine Autos. Deshalb hat das Bauen von Kirchen früher sehr, sehr lange gedauert.“ Bei Architekten können Sie dagegen Namen wie gmp, Bolles-Willson und Chipperfield oder Begriffe wie Gentrifikation voraussetzen und in medias res auch schon mal darüber diskutieren, ob es sich bei diesem oder jenem Gebäude um ein dekonstruktivistisches Bauwerk handelt: „Was ist eigentlich ein dekonstruktivistisches Gebäude?“

Tipp 6: Standort – Wählen Sie geeignete Standorte!

Als Stadtführer führen Sie Ihre Gruppe, und zwar zu den Orten, an denen sich eine optimale Sicht auf die Stadt oder ein Gebäude darbietet. Stehen Sie, wenn Sie stehenbleiben, in einer geeigneten Entfernung z.B. zu einem Gebäude, so dass sich dieses bequem ohne Nackenstarre überblicken lässt. Auch wenn Sie abstrakte Ereignisse erläutern, wählen Sie nach Möglichkeit einen Ort, an dem die Gäste weitere sehenswerte Eindrücke von der Stadt erhalten.

Die Wahl geeigneter Standpunkte gehört zu den wichtigsten Punkten bei einer Stadtführung. Stellen Sie sich bei großen Objekten, wie Gebäuden, auch bei kleinen Gruppen mit dem Rücken vor das beschriebene Objekt. Postieren Sie sich dabei nicht vor unansehnlichen oder ablenkenden Dingen, wie z.B. Krankenwagen, öffentlichen Toiletten oder Mülltonnen. Wenn Sie kleinere Objekte erläutern, wie Bilder, Tafeln oder Modelle, stellen Sie sich – auch bei kleinen Gruppen – neben das Objekt und wenden Sie Ihrem Publikum nicht den Rücken und nach Möglichkeit nicht Ihre Seite zu.

Bei einer Positionierung vor oder neben dem Objekt ist die Versuchung für den Stadtführer groß, sich umzudrehen oder zur Seite zu wenden, um selbst das Objekt zu betrachten. Als Gedankenstütze ist dies möglich, unbedingt vermeiden sollten Sie jedoch, in diesem Moment vom Publikum abgewandt über das Objekt zu dozieren. Achten Sie darauf, dass Sie immer direkt zum Publikum sprechen!

Wenn Sie komplexere Sachverhalte erläutern möchten und dafür längere Zeit benötigen, wählen Sie einen ruhigen Ort aus. Vom Westfälischen Frieden in all seinen Facetten werden Sie während einer Stadtführung durch Münster sicher nicht auf dem Prinzipalmarkt sprechen, wo vorübereilende Passanten, vorbeirauschende Busse und marktähnliche Geschäftigkeit die Blicke Ihrer Zuhörer ablenken und die Geräuschkulisse Ihre Stimme herausfordert. Meist gibt es irgendwo, wie hier hinter dem Rathaus, ein geeignetes Plätzchen, wo Sie die Aufmerksamkeit der Gruppe für sich haben.

Tipp 7: Bezüge klären – Rekapitulieren Sie Voraussetzungen und leiten Sie den Blick Ihres Pubikums!

Es wäre unnütz, den Gästen von Karl V. oder dessen Peinlicher Halsgerichtsordnung, von Paul Cassirer oder Herzog & De Meuron zu erzählen, wenn die Gäste diese Personen, Epochen, Stilrichtungen, Ereignisse oder Dinge nicht einordnen können und Sie dies nicht für sie übernehmen. Fragen Sie daher nach: „Was macht Barockarchitektur denn aus?“, „Was war das architektonische Ziel der Gotik?“, „Wie lässt die gotische Architektur sich von der Romanik abgrenzen?“, „Wer war Paul Cassirer und welche Gedanken verdanken wir ihm?“ Wenn Sie auf die Frage „Kennen Sie Paul Cassirer?“ ein bejahendes Nicken einer Person erhalten, kann es dennoch sinnvoll sein, eine kurze Einordnung für alle Gruppenteilnehmer vorzunehmen.

Auch wo sich bestimmte Gebäude oder Orte befinden, ist nicht immer als Hintergrundwissen der Gäste vorauszusetzen. Leiten Sie daher den Blick des Gastes. („Schauen Sie zwischen den beiden Fahnenstangen hindurch und folgen Sie der Straßenflucht.“) Beschreiben Sie dann das Objekt und greifen Sie dabei auffällige, charakteristische und gut erkennbare Merkmale heraus. („Auf der rechten Seite sehen Sie einen roten Backsteinbau mit schwarzem Dach.“) Unbedingt vermeiden sollten Sie ‚leere Verweise‘, wie z.B. „Da hinten befindet sich das Konsulat.“, oder „Hier sehen wir schon die ‚Landesregierung.‘“ Fragen wie „Haben Sie das Konsulat entdeckt?“ helfen Ihnen sich zu vergewissern, ob die Gäste fündig geworden sind.

Tipp 8: Rhetorik, Körper, Stimme, Gestik und Kleidung – Treffen Sie eine angemessene Wahl!

Stehen Sie ruhig, sprechen Sie laut genug, deutlich artikuliert und nicht zu schnell. Gönnen Sie sich und vor allem Ihren Zuhörern auch mal eine Atempause. Mit solchen Pausen lässt sich eine Stadtführung strukturieren. Pausen können auch als Spannungsmoment gezielt eingesetzt werden. Sprechen Sie in ganzen Sätzen, vermeiden Sie stetige Wiederholungen von Füllwörtern oder Lauten wie z.B. „halt“, „äh“, „tatsächlich“ oder „natürlich“. Thematische Wiederholungen können Sie dagegen als rhetorisches Mittel auch gezielt einsetzen: „Sie erinnern sich an das Ende des Dreißigjährigen Krieges, von dem wir am Rathaus gehört haben? Warum ich an dieser Stelle noch einmal auf das Jahr 1648 zurückkomme,…“.

Mit Betonungen, Gesten oder schnellerem und langsamerem Sprechen lassen sich Spannung aufbauen, die Aufmerksamkeit lenken und Dinge akzentuieren.

Denken Sie daran, dass auch Ihr Körper etwas zeigt. Es ist (in der Regel) unangemessen, wenn Sie sich zusammen mit den Gästen auf die verfügbaren Bänke setzen. Ebenso wenig sollten Sie sich an eine Mauer, Pfeiler etc. anlehnen oder sich anmerken lassen, dass Sie die letzte Nacht kaum geschlafen haben.

Auch Ihre Kleidung verrät einiges über Ihre Einstellung. Zeigen Sie den Gästen mit Ihrer Kleidung, dass Sie die Stadtführung ernst nehmen und es sich um eine nicht alltägliche Begegnung handelt: Wählen Sie eine angemessene Kleidung und nicht die abgewetzte Lederjacke, den alten Bundeswehr Parka oder die alltäglichen Turnschuhe.

Tipp 9: Selbstsicheres Auftreten – Schicken Sie keine Understatements vorweg!

Wie bei Prüfungen gehören Lampenfieber, eine gewisse Anspannung vor Stadtführungen oder das Gefühl, dass die Vorbereitung noch ein bisschen besser hätte sein können, zur Befindlichkeit des Vortragenden. Für Ihre Gäste sind diese Dinge jedoch keineswegs offensichtlich. Unbedingt absehen sollten Sie daher von Vorabentschuldigungen folgender Art: „Das ist meine erste Stadtführung.“, „Leider spreche ich nicht so gut Französisch.“ oder „Ich hatte nicht so viel Zeit, mich vorzubereiten.“ Diese Entschuldigungen sind als captatio benevolentiae ungeeignet. Sie vermitteln Ihren Gästen vielmehr oft erst den Eindruck einer Unsicherheit und führen zu einer besonders kritischen Prüfung jeder Äußerung.

Verzeihen Sie sich daher während der Durchführung jeder Stadtführung Ihre subjektiven Schwächen und treten Sie selbstbewusst auf. Durch ein sicheres Auftreten strahlen Sie Kompetenz aus.

Tipp 10: Spannung – Schieben Sie Erklärungen auf, um Orte und Themen zu verbinden!

Steigern Sie die Erwartungshaltung, indem Sie an jedem Führungsort bereits darauf verweisen, was die Gäste am nächsten Ort oder später erwarten wird.

An der Überwasserkirche in Münster lässt sich z.B. erklären, wie die Wiedertäufer vom Kirchturm aus ihre Widersacher vor der Stadtmauer während der Belagerung der Stadt beschossen. Doch ob Ihnen das nun geholfen hat oder nicht, „das erfahren Sie, wenn wir an der Lambertikirche angelangt sind.“

Tipp 11: Dramaturgie – Wählen Sie einen packenden Einstieg und einen spannenden Schluss!

Der Beginn und das Ende einer Stadtführung hinterlassen bleibenden Eindruck. Innerhalb weniger Minuten entscheiden Ihre Gäste, ob ihr Stadtführer sympathisch ist, ob Sie kompetent wirken und ob sie Ihnen für die kommende(n) Stunde(n) ihre Aufmerksamkeit schenken. Überlegen Sie sich daher eine Dramaturgie für Ihre Stadtführung. Wählen Sie einen spannenden Einstieg, lockern Sie abstrakte Passagen mit Anekdoten auf und heben Sie sich etwas Besonderes für den Schluss auf. Denn im Verlaufe einer Stadtführung lässt die Konzentration der Zuhörer nach. Wie schön ist es, wenn es am Ende einer Stadtführung noch einmal richtig spannend wird.

Tipp 12: Anschaulichkeit und Wesentliches – Erkennen Sie die für Ihre Zuhörer wesentlichen und anschaulichen Dinge!

Oft kommt es weniger darauf an, Jahreszahlen auf das Jahr genau zu nennen, als vielmehr darauf, die Einordnung in ein Jahrhundert oder in eine entsprechende Stilepoche zu begründen. Fakten gereiht an Fakten ermüden Zuhörer schnell. Gleiches gilt für abstrakte Schilderungen, zu denen der Zuhörer keine Beziehung aufbauen kann. In der Regel ist es für die Gäste uninteressant, welches Gebäude früher einmal an ‚dieser oder jener‘ Stelle gestanden hat. Auch längere abstrakte Anmerkungen darüber, was sich z.B. für Kostbarkeiten im Rathaus befinden („der Kamin, Bilder berühmter Persönlichkeiten, verschiedene kostbare Kissen“), können ermüdend sein, wenn sich für den Gast damit kein konkretes Bild oder keine anschauliche Geschichte verbindet.

Finden Sie daher ein ausgewogenes Verhältnis von Zahlen und Anekdoten, Anschaulichem und Abstraktem. Wie so oft, hängt das richtige Verhältnis ebenfalls von Ihren Zuhörern ab.

Wenn Sie bespielsweise über eine Reihe von zwölf Skulpturen sprechen, vermeiden Sie es, lediglich die Namen der dargestellten Personen zu nennen. Besser ist es, wenn Sie eine oder die wichtigste Figur herausgreifen und diese besonders gut beschreiben und herausstellen, was sich für Geschichten mit ihr verbinden und warum gerade sie hier dargestellt ist. Lassen Sie die anderen Figuren dann beispielsweise weg, sofern Ihr Publikum keine Nachfragen stellt.

Laminierte Bilder von Persönlichkeiten, Karten, Gebäuden sind grundsätzlich sehr gut, sollten aber auch nicht in übertriebenem Maße eingesetzt werden und im Format nicht zu klein sein. Wenn Sie Bilder zeigen, denken Sie daran, den Gästen, die das Bild oder die Karte noch nicht kennen (wie Sie), Zeit zu geben, sich auf dem Bild zu orientieren und vergessen Sie dabei auch nicht, die Besucher die weiter hinten stehen, einzubeziehen.

Tipp 13: Motivation – Motivieren Sie Ihre Gäste!

Motivieren Sie Ihre Zuhörer, indem Sie auf deren Lebenswelt, deren Vorwissen oder ihre Beiträge zur Stadtführung Bezug nehmen. „Wie Sie vorhin ja betont haben, war und ist Kardinal von Galen in Münster wegen seines Engagements gegen das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten sehr angesehen. Man muss jedoch auch berücksichtigen, dass von Galen…“

Stellen Sie den Zuhörern Fragen, die sie auch beantworten können, oder helfen Sie ihnen mit Ergänzungen auf die Sprünge bis sie die richtige Antwort erraten. Lob kann nicht schaden. Wenn Sie das Wissen Ihrer Gäste beeindruckt, dann sagen Sie es ruhig.

Tipp 14: Zusammenhänge vermitteln – Setzen Sie Dinge in Beziehung!

„Warum weisen Münster und Osnabrück besonders viele historische Gemeinsamkeiten aus dem 17. Jahrhundert auf?“, „Was hat die Elbphilharmonie Hamburg mit der Tate Modern in London gemeinsam?“, „Warum ist die Behauptung, die Kolonnaden im Vatikan seien durch die Arkadengänge in Münster inspiriert, nicht völlig aus der Luft gegriffen?“ Setzen Sie Personen, Ereignisse und Dinge auf städtischer, nationaler oder internationaler Ebene in einen zeitlichen/räumlichen/vergleichenden Zusammenhang. Ein Vergleich der Hamburg-HafenCity-Neubauten mit Bildern der Hafenarchitektur in Amsterdam ist eine unter vielen Möglichkeiten, Beziehungen herzustellen.

Bedeutung entsteht durch Abgrenzung. Dinge in ihrer Differenz zueinander zu betrachten, erleichtert daher auch die Vermittlung: „Im Gegensatz zur Renaissancearchitektur, die eher mit flachen Elementen wie Pilastern arbeitet, wird die Barockarchitektur mit Vollsäulen und ausschwingenden Fassaden raumgreifender…“.

Tipp 15: Wohlbefinden der Gäste – Haben Sie ein Auge auf die Bedürfnisse Ihres Publikums!

Niemand steht gerne im Regen und mit nasser Kleidung will bei einer Stadtführung keine rechte Freude aufkommen. Aber auch 35 Grad und direkte Sonneneinstrahlung oder Eiseskälte und schneidender Wind können die beste Laune verderben.

Bieten Sie Ihren Gästen daher, wenn die Örtlichkeiten es zulassen, Schutz vor dem Wetter an. Wenn die gesamte Gruppe eine Pause benötigt, verkürzen Sie lieber Ihre Stadtführung und lassen Sie sich auf gewünschte Alternativen ein, z.B. auf einen Plausch bei einem Getränk im nächstgelegenen Café.

Ältere Herrschaften benötigen darüber hinaus vielleicht einmal eine Sitzpause und die Möglichkeit, eine Toilette aufzusuchen. Informieren Sie sich deshalb vorab und weisen Sie, insbesondere bei älterem Publikum, auf Toiletten, Pausenmöglichkeiten oder Sitzgelegenheiten während des Rundgangs hin.

Tipp 16: Highlights – Stellen Sie heraus, was Ihre Gäste unbedingt aus der Stadtführung mitnehmen sollten!

Betonen Sie das Besondere eines Ortes oder eines Objektes. Erklären Sie z.B., warum der Hamburger Hafen einzigartig und unersetzlich für Deutschland ist oder warum ganz Europa 1648 auf Münster blickte.

Tipp 17: Begeisterung – Zeigen Sie Ihren Zuhörern, dass Sie Spaß an Ihrer Arbeit haben!

Erzählen Sie, warum gerade dieses Gebäude Ihr Lieblingsgebäude ist, warum Sie sich an jenem Ort gerne aufhalten und welche Beziehung sie dazu haben. Sie werden feststellen, dass Ihre Teilnehmer Ihren persönlichen Bezug zu den Orten, das, was Sie vielleicht auch persönlich begeistert, zu schätzen wissen.

Wenn eine Stadtführung mal nicht so gut läuft, berücksichtigen Sie neben den genannten Punkten, dass eine gelungene Stadtführung nur so gut werden kann, wie Ihre Gäste es zulassen.

 

Viele gelungene, abwechslungsreiche und spannende Stadtführungen wünscht Ihnen

Lars Köllner

Über den Gründer von k3 stadtführungen

Lars Köllner studierte Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und Philosophie sowie Germanistik in Münster, Paris und Basel und ist seit 2007 Tourguide, Unternehmer und Gründer der Marke k3 stadtführungen sowie des Unternehmens k3 stadterlebnisse GmbH & Co. KG

Neben der Leitung zahlreicher Stadtführungen, führte Lars Köllner deutsch-, französisch- und englischsprachige Gäste im Rahmen der skulptur projekte münster 2007 und 2017, im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster und mit international art dialog auf der Art Cologne.

© 2007-2019 Lars Köllner, Alter Steinweg 31, 48143 Münster, 0251-2033506.